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Wie man das französische Alphabet richtig ausspricht

Psst … Sobald du das Alphabet beherrschst, ist der Rest der Sprache ein Kinderspiel.
Wie man das französische Alphabet richtig ausspricht

Die französische Aussprache ist für Deutschsprachige bekanntermaßen schwer zu lernen. Es ist fast so schwierig wie, nun ja, die deutsche Sprache selbst. Wenn dir die Vokale, die stummen Silben und die Akzente Schwierigkeiten bereiten, ist es sinnvoll, einen Schritt zurückzutreten und dir die einzelnen Teile anzuschauen, aus der die Sprache besteht. Mit anderen Worten: Französisches Alphabet, los geht’s!

Das französische Alphabet ist für Lernende etwas irreführend, da es sehr ähnlich wie das deutsche Alphabet aussieht. Das verleitet dich vielleicht zu der Annahme, dass du es nicht unbedingt lernen musst. Wenn du dir aber eine Minute Zeit nimmst, um das Alphabet zu lernen, verschafft dir das einen echten Vorteil. Hier ist eine kurze Übersicht über die Buchstaben und einige Grundlagen der Aussprache. Das deckt zwar nicht alle möglichen Probleme mit der Aussprache ab, doch es ist ein guter Anfang.

Französisches Alphabet

Betrachtet man nur die Buchstaben, dann ist das französische Alphabet mit dem deutschen identisch.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Wenn du gerne mit Hilfe von Musik lernst, kannst du dir dieses ABC-Lied anhören.

Obwohl sie technisch gesehen nicht wirklich Teil des Alphabets sind, ist der größte Unterschied, den du zur deutschen Schrift bemerken wirst, die Verwendung von diakritischen Zeichen, den Akzenten. Es gibt auch Ligaturen, d. h. einzelne Buchstaben, die wie eine Verbindung von zwei Buchstaben aussehen. Dadurch erhält das französische Alphabet ein paar zusätzliche Buchstaben.

À Â Æ Ç È É Ê Ë Î Ï Ô Œ Ù Û Ü

Diese Akzente werden verwendet, um zwischen Wörtern und Lauten zu unterscheiden. In den folgenden Abschnitten werden wir sie genauer erläutern.

Die Vokale

Es gibt weniger Vokale als Konsonanten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie dir Schwierigkeiten bereiten, ist größer. Hier erklären wir die häufigste Aussprache der einzelnen Vokale.

Französisches Alphabet: A und Æ

In den meisten Fällen klingt das A wie das „a“ in „Vater“. Das À mit Akzent wird genauso ausgesprochen und wird meist zur Unterscheidung zwischen französischen Wörtern wie la („die“) und („dort“) bzw. a (dritte Person Singular von avoir) und à (Präposition) verwendet.

  • Ça va ? — Wie geht es dir?
  • quatre — vier
  • Voilà ! Et avec ça ? — Bitteschön! Noch etwas?

Das  wird dagegen eher weiter hinten im Mund ausgesprochen. Der Buchstabe taucht oft in der Endung -âtre auf, die häufig bei Farben verwendet wird (bleuâtre bedeutet „bläulich“).

  • le château — das Schloss

Wenn ein U folgt, klingt das A wie das „o“ in „groß“.

  • aussi — also

Wenn ein I oder ein Y folgt, wird es wie das „ä“ in „Hände“ ausgesprochen. Einige Verben enden auf -aître, wobei das I, das vor dem T steht, einen Zirkumflex-Akzent hat, aber genauso ausgesprochen wird, als ob der Akzent nicht vorhanden wäre.

  • anglais — Englisch
  • payer — bezahlen

Wenn ein einzelnes M oder N folgt (und auf dieses M oder N kein weiterer Vokal folgt), wird das A nasal ausgesprochen.

  • la danse — der Tanz

„Ain“ klingt wie ein nasales I.

  • le train — der Zug

In einigen wenigen Wörtern – meist Lehnwörter aus dem Lateinischen wie ex-æquo – findet sich die Ligatur Æ. In diesen Fällen klingt der Buchstabe wie ein kurzes „ä“.

E

Der Buchstabe E ist wahrscheinlich der komplizierteste Vokal des französischen Alphabets, und seine Aussprache ändert sich je nachdem, wo er in einem Wort steht, was ihm folgt und welchen Akzent er hat.

Wenn am Ende des Wortes „er“, „ed“ oder „ez“ steht, klingt es wie das „e“ in „See“.

  • chanter — singen
  • un pied — ein Fuß
  • un nez — eine Nase

Wenn das „e“ in der Mitte oder am Anfang eines Wortes vor einem Konsonanten oder vor „lle“, „tte“, „nne“, „sse“ oder „t“ steht, klingt es eher wie ein kurzes „ä“.

  • une adresse — eine Adresse
  • C’est complet ! — Es ist voll!
  • sec — trocken
  • un examen — eine Prüfung

In einsilbigen Wörtern, die auf „e“ enden, klingt es wie das „e“ in „Wanne“.

  • Je ne te le donne pas ! — Ich gebe es dir nicht!

Wenn es am Ende eines Wortes oder zwischen zwei Konsonanten (und nicht mehr als zwei Konsonanten) steht, ist das E stumm.

  • le rhume — der Schnupfen
  • rapidement — schnell

Ein É mit ansteigendem Akzent klingt wie das „é“ in „Café“.

  • la télévision — der Fernseher
  • enchanté — Schön, dich kennenzulernen

Ein È mit fallendem Akzent klingt wie ein „ä“.

  • Genève — Genf
  • la cuisinière — die Köchin

Ein Ê mit Zirkumflex-Akzent klingt ebenfalls wie ein kurzes „ä“.

  • êtresein
  • la fête — die Party

Ein Ë mit zwei Punkten darüber zeigt an, dass es sich um ein normales E handelt, das getrennt von dem Vokal ausgesprochen wird, der davor steht.

  • Joyeux Noël ! — Frohe Weihnachten!

Wenn ein E vor einem U steht, klingt es wie das deutsche „ö“, wie zum Beispiel in „Möbel“.

  • euro — Euro
  • deux — zwei

Wenn auf das E ein I folgt, entsteht ein „eh“-Laut.

  • seize — sechzehn
  • la bouteille — die Flasche

Wenn auf E ein M oder N folgt, wird es wie das oben beschriebene nasale A ausgesprochen.

  • vendredi — Freitag
  • ensemble — gemeinsam

Französisches Alphabet: I

In den meisten Fällen wird das I wie die beiden „i“ in „Graffiti“ ausgesprochen. Ein Î mit Zirkumflex-Akzent klingt genauso.

  • la ville — die Stadt
  • le sortie — der Ausgang

Wenn der Buchstabe I auf einen anderen Vokal folgt, verändert er oft den Klang dieses Vokals (siehe dazu die Abschnitte über die anderen Vokale). Wenn das Ï jedoch zwei Punkte hat, bedeutet das, dass es getrennt vom vorangehenden Vokal ausgesprochen wird.

  • haïr — hassen
  • naïf — naiv

Die Buchstabenkombinationen IE und IO folgen in der Regel den Ausspracheregeln für die beiden getrennten Vokale. Wenn sie jedoch am Wortende vor einem N stehen, werden sie nasal ausgesprochen.

  • un musicien — ein Musiker
  • une excursion — ein Ausflug

O und Œ

Steht das O vor einem Z-Laut oder ist es der letzte Laut in einer Silbe, bildet der Buchstabe den Laut „oa“, wie im englischen Wort goat („Ziege”). Das gilt auch, wenn es sich um ein Ô mit Zirkumflex-Akzent handelt.

  • une chose — eine Sache
  • euro — Euro

An den meisten anderen Stellen klingt das O wie das „o“ in „Post“.

  • la pomme — der Apfel
  • la carotte — die Karotte

Wenn ein einzelnes M oder N folgt (und auf dieses M oder N kein weiterer Vokal folgt), wird das O nasal ausgesprochen.

  • le citron — die Zitrone
  • un compromis — ein Kompromiss (das zweite „o“ ist nicht nasal, weil auf das M ein Vokal folgt)

Wenn es von einem U gefolgt wird, klingt es wie das „u“ in „suchen“.

  • Toulouse — Toulouse (Stadt in Frankreich)

Wenn ein I folgt, klingt es wie das „wo“ in „wow“. Einige Verben enden auf -oître, wobei das I, das vor dem T steht, einen Zirkumflex-Akzent hat, aber genauso ausgesprochen wird, als ob der Akzent nicht vorhanden wäre.

  • soixante — sechzig
  • Au revoir ! — Auf Wiedersehen!

Die Ligatur Œ klingt anders als ein einzelnes O und E. Sie klingt wie ein kurzes „ö“.

  • Mon œil ! — Mein Auge!

Auch wenn auf Œ ein U folgt, wird es wie ein kurzes „ö“ ausgesprochen“.

  • un vœu — ein Wunsch
  • des œufs — die Eier

Französisches Alphabet: U

Der Buchstabe U klingt ähnlich wie das deutsche „ü“. Das gilt auch für das Û mit Zirkumflex-Akzent.

  • Salut, bienvenue à Paris ! — Hallo, willkommen in Frankreich!

Wenn U vor einem einzelnen M oder N (dem kein Vokal folgt) steht, wird es nasal ausgesprochen.

  • lundi — Montag

Wenn Ù das fallende Akzentzeichen hat, ändert sich die Aussprache nicht. Es wird üblicherweise verwendet, um zwischen ähnlichen Wörtern zu unterscheiden, wie ou („oder“) und („wo“).

Wenn das U nach anderen Vokalen erscheint, verändert es oft die Aussprache dieser Vokale. Näheres erfährst du, wenn du dir die einzelnen Vokale anschaust. Wenn das Ü mit zwei Punkten versehen ist, bedeutet das, dass es getrennt von dem Vokal davor ausgesprochen wird.

Manchmal Y

Am Anfang eines Wortes vor einem Vokal und zwischen zwei oder mehr Vokalen wird das Y wie das „j“ in „ja“ ausgesprochen.

  • le yaourt — der Joghurt
  • le voyage — die Reise

Wenn Y vor oder nach einem oder mehreren Konsonanten steht, klingt es wie das „ie“ in „viel“.

  • le rythme — der Rhythmus
  • le style — der Stil

Französisches Alphabet: die Konsonanten

Nach den Schwierigkeiten, die die französischen Vokale dir möglicherweise bereiten, ist der Rest des französischen Alphabets ein Kinderspiel. Und doch gibt es Regeln, die du lernen kannst. Hier stellen wir einige der problematischsten Konsonanten und Konsonantengruppen vor. So wirst du das französische Alphabet im Handumdrehen meistern!

C, Ch und Ç

Wenn der Buchstabe C vor den Vokalen E, I oder Y steht, wird er wie der deutsche Buchstabe S ausgesprochen. Wenn er außerdem einen Akzent, das so genannte Cédille, darunter hat (Ç), wird er wie ein S ausgesprochen, egal, was ihm folgt.

  • une annonce — eine Anzeige
  • cinq Français — fünf Franzosen

Wenn auf den Buchstaben C etwas anderes folgt oder wenn er am Ende eines Wortes steht, wird er wie der deutsche Buchstabe K ausgesprochen.

  • le canapé — das Sofa
  • avec Claire — mit Claire

Die einzige Ausnahme ist die Buchstabenkombination CH, die ihre eigenen Regeln hat. Wenn es vor einem Vokal steht, klingt es wie das „sch“ in „Schuh“. Steht es vor einem Konsonanten, wird es wie ein K ausgesprochen.

  • cherche — suchen
  • la technique — die Technologie

Französisches Alphabet: G

Steht der Buchstabe G vor den Vokalen E, I oder Y, klingt er wie das „G“ in „Genie“. Dieser Laut ist im Französischen viel häufiger als im Deutschen.

  • la gymnastique — Gymnastik
  • rouge — rot

Wenn der Buchstabe G vor einem N steht, ergibt er den Laut „ny“ in „Canyon“.

  • espagnol — spanisch

Wenn der Buchstabe G vor einem anderen Buchstaben steht, klingt er wie das deutsche G, wie in „gehen“ oder „gönnen“.

  • la guitare — die Gitarre
  • anglais — englisch

H

Im französischen Alphabet gibt es zwei Arten von H. Das erste ist das stille H, bzw. H muet. Wenn dem H muet ein bestimmter Artikel oder ein je vorausgeht, wird es abgekürzt (la heure wird zu l’heure). Wenn das Wort, das vor dem H steht, auf einen Konsonanten endet, der normalerweise nicht ausgesprochen wird, wird dieser Konsonant in diesem Fall ausgesprochen.

  • J’habite ici. — Ich wohne hier. (das je wird abgekürzt)
  • Les hommes sont heureux. — Die Männer sind glücklich. (Sowohl das S in hommes als auch das T in heureux werden ausgesprochen.)

Das andere H ist das aspirierte H, bzw. H aspiré. Dieses H ist immer noch stumm, aber bestimmte Artikel und je werden davor nicht gekürzt, und vorangehende Konsonanten, die normalerweise nicht ausgesprochen werden, bleiben stumm.

  • Je hais le hasard. — Ich hasse den Zufall.
  • Ces enfants ont huit ans. — Die Kinder sind acht Jahre alt.

L und LL

Der einzelne Buchstabe L ist einfach: Er wird immer genauso ausgesprochen wie das deutsche L.

  • l‘eau minérale — Mineralwasser

Das doppelte LL kann auf zwei verschiedene Arten ausgesprochen werden. Meistens klingt es wie das deutsche L. Wenn es jedoch auf ein I folgt, klingt das LL normalerweise wie das „j“ in „ja“.

  • aller — gehen
  • Camille — Camille
  • la gentillesse — die Höflichkeit

P

Meist wird das P im Französischen genauso ausgesprochen wie das P im Deutschen.

  • proposer — vorschlagen

Wenn das P vor einem S oder einem T steht, oder wenn es am Ende eines Wortes steht, ist es stumm.

  • un compte — ein Konto
  • beaucoup — viel

S und Z

Wenn ein einzelnes S zwischen zwei hörbaren Vokalen steht, ist es in der Regel stimmhaft, das heißt, es klingt wie das „s“ in „Riese“.

  • la maison — das Haus
  • La chaise est dans la cuisine. — Der Stuhl steht in der Küche.

Wenn das S am Anfang eines Wortes, nach einem Konsonanten oder als Doppel-S steht, ist es normalerweise stimmlos, wie das „s“ in „Kasse“.

  • la danse — der Tanz
  • une adresse — eine Adresse
  • sympa — sympathisch

Der Buchstabe Z ist fast immer stimmhaft, wie das „z“ in „Zen“.

  • le zoo — der Zoo
  • le Vénézuela — Venezuela

Am Wortende sind S und Z in der Regel stumm.

X

Wenn der Buchstabe X in einem Wort oder vor einem Konsonanten steht, wird er wie das „x“ in „Taxi“ ausgesprochen.

  • un texte — ein Text
  • un exemple — ein Beispiel

Am Ende eines Wortes ist das X in der Regel stumm.

  • je veux — ich will
  • amoureux — verliebt

In seltenen Fällen kann X auch wie ein S oder ein stimmhaftes S klingen.

  • le dixieme — der zehnte
  • dix — zehn

Schlussbemerkung

Zur Wiederholung: Die französische Aussprache ist nicht leicht. Wir haben noch nicht einmal erwähnt, dass die meisten Buchstaben am Wortende stumm sind, oder die Tatsache, dass jede Regel eine Ausnahme hat.

💡 Aussprache, Akzent, Zahlen: 5 Anfängerfehler, die du auf Französisch vermeiden kannst!

Das französische Alphabet kann ein wenig einschüchternd wirken, aber wenn man es erst einmal beherrscht, ist der Rest ein Kinderspiel. Und vergiss nicht – Französisch gilt auch als eine der für Deutschsprachige am einfachsten zu lernenden Sprachen. Unser bester Tipp für dich ist, in Zukunft so viel Französisch wie möglich zu hören, sei es in persönlichen Gesprächen, in Podcasts, Filmen oder Serien. So hast du die Aussprache im Handumdrehen drauf!

Und schon bist du bereit für Französisch!
Thomas Moore Devlin
Thomas ist in einer Vorstadt in Massachusetts aufgewachsen und nach New York gezogen, um den krassen Kontrast zu erleben. Er hat Englische Literatur und Linguistik an der New York University studiert und die meiste Zeit seines Studentenlebens damit verbracht, für eine Studierendenzeitung namens Washington Square News zu schreiben. Deshalb ist er auch etwas pedantisch, was Textstandards angeht. In seiner Freizeit liest er gern und regt sich über Tweets auf.
Thomas ist in einer Vorstadt in Massachusetts aufgewachsen und nach New York gezogen, um den krassen Kontrast zu erleben. Er hat Englische Literatur und Linguistik an der New York University studiert und die meiste Zeit seines Studentenlebens damit verbracht, für eine Studierendenzeitung namens Washington Square News zu schreiben. Deshalb ist er auch etwas pedantisch, was Textstandards angeht. In seiner Freizeit liest er gern und regt sich über Tweets auf.

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